Gold über US-Stimulus-Unsicherheit

Gold stieg am Freitagmorgen in Asien, da enttäuschende Beschäftigungsdaten aus den USA einsinken und die Unsicherheit über die jüngsten US-Konjunkturmaßnahmen und Brexit-Gespräche bestehen bleibt.

Die Gold-Futures stiegen um 0,23% auf 1.841,70 USD bis 00:47 Uhr ET (04:47 Uhr GMT). Der Dollar, der sich normalerweise umgekehrt zum gelben Metall bewegt, fiel am Freitag.

In den USA wurden in der vergangenen Woche 853.000 Arbeitslosenanträge gestellt, mehr als die 725.000 von Investing.com erstellten Prognosen und die 716.000 Anträge der Vorwoche. Die am Donnerstag veröffentlichten Daten deuten darauf hin, dass die Anzahl der Schadensfälle gestiegen ist, da immer mehr Unternehmen geschlossen wurden, da in den USA immer mehr COVID-19-Fälle aufgetreten sind.

Die Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern über die Konjunkturmaßnahmen werden fortgesetzt, während sie gegen eine Frist vom 11. Dezember antreten, um eine Schließung der Regierung zu verhindern. Der Mehrheitsführer des Senats, Mitch McConnell, hat seine Unterstützung für den 916-Milliarden-Dollar-Vorschlag von Finanzminister Steven Mnuchin zum Ausdruck gebracht und die Notwendigkeit betont, „alles zu tun, was wir können“, um der Wirtschaft zu helfen. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, unterstützt jedoch einen alternativen 908-Milliarden-Dollar-Plan, der noch von einer überparteilichen Gruppe von Gesetzgebern ausgearbeitet wird.

Auf der anderen Seite des Atlantiks setzte die Europäische Zentralbank (EZB) eine weitere Runde monetärer Anreize in Höhe von insgesamt 500 Mrd. EUR (605,19 Mrd. USD) ein. Die EZB wird ihren anhaltenden Anreiz zum Anleihekauf um 500 Milliarden Euro auf 1,85 Billionen Euro fortsetzen und ihr Unterstützungsprogramm bis mindestens März 2022 ab dem derzeit frühesten Enddatum Mitte 2021 verlängern, teilte sie nach ihrer Sitzung am Donnerstag mit.

Die Federal Reserve trat am Donnerstag ebenfalls zu ihrer politischen Sitzung zusammen.

Großbritannien und die Europäische Union arbeiten ebenfalls daran, bis zum von dem britischen Premierminister Boris Johnson und der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, festgelegten Sonntag ein Brexit-Handelsabkommen zu erzielen.

In der Zwischenzeit näherte sich die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) der Zulassung eines COVID-19-Impfstoffs am Donnerstag. Ein Gremium externer Berater stimmte mit 17 zu 4 für die Billigung des Notfallgebrauchs von BNT162b2, dem von Pfizer (NYSE: PFE) und BioNTech SE (F: 22UAy) gemeinsam entwickelten COVID-19-Impfstoff.

Die FDA wird voraussichtlich den Notfallgebrauch des Arzneimittels genehmigen Impfstoff innerhalb weniger Tage. Die Verteilung und Impfung von Impfstoffen in den USA wird voraussichtlich fast kurz danach beginnen.